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Zehn Gebote für Rolls-Royce- oder Bentley-FahrerInnen und solche, die es werden wollen.

To do, and not to do...

    Always...

  • Einen Rolls-Royce oder Bentley kauft man mit dem Bauch, nicht mit dem Kopf. Aber gerade deswegen: Nehmen Sie aber einen Fachmann mit, der das Fahrzeug beurteilen kann - die paar Hundert Euro, die das kostet, sind gut angelegt. Zumindest sollten Sie jemanden mitnehmen, der unbeteiligt ist und den Kopf noch eingeschaltet hat.

  • Versuchen Sie, die nötigen Servicearbeiten in den vorgesehenen Intervallen auszuführen oder ausführen zu lassen. Bremsschläuche zum Beispiel sollten alle zehn Jahre gewechselt werden (zwei beim Mk. VI/Silver Dawn, fünf beim S-Type/Silver Cloud, zehn beim T-Type/Silver Shadow). So vermeiden Sie peinliche Pannen und teure Schäden an der Bremsanlage.

  • Fahren Sie Ihren Rolls-Royce oder Bentley, sooft Sie können! Diese Autos - auch die alten - wurden zum Fahren gebaut, nicht zum Herumstehen. Ein Silver Cloud zum Beispiel ist ein wunderbares Reiseauto, auch im Winter. Die Autos leiden unterm Stehen mehr als beim Fahren, und dies um so mehr, je jünger die Fahrzeuge sind. So ein Auto zu haben und es nicht zu fahren, ist ähnlich frevelhaft, wie Geld zu haben und es nicht auszugeben - Geiz ist auch hier nicht geil, sondern äußerst unerotisch.

  • Ein Rolls-Royce fällt stark auf, ein Bentley nur etwas weniger - die Aufmerksamkeit, die Sie erregen, die dummen Fragen, die Sie zweifellos hören werden, müssen Sie geduldig ertragen. Je dezenter die Farbe, desto geringer ist dieser Effekt.

  • Wenn Sie ein Ersatzteil oder eine Reparatur-Rechnung bezahlen müssen, denken Sie daran: 99 Prozent der Autos, die zeitgleich mit Ihrem Silver Shadow gebaut wurden, sind längst zu Bierdosen verarbeitet worden (und selbst die sind schon wieder recycelt).



  • Never..

  • Kaufen Sie keinen modernen Rolls-Royce oder Bentley (also ab Baujahr 1966), der jahrelang nicht gefahren wurde - teure Reparaturen an Bremsen, Fahrwerk und Motor sind hier meistens fällig, und auch die Elektrik wird bei jeder Ausfahrt neue Überraschungen bereithalten.

  • Klagen Sie nicht, wenn auch an einem Rolls-Royce oder Bentley Dinge kaputt gehen (“Ich dachte, ein Rolls-Royce ist für die Ewigkeit gebaut.”). Ein Autoleben ist üblicherweise auf zehn Jahre geplant, bei RR waren/sind es eher 20. Dummerweise werden diese Autos viel älter, als die Voraussicht der Konstrukteure reichen kann - seien Sie froh darüber!

  • Kaufen Sie keinen Rolls-Royce oder Bentley, nur weil er billig ist - es sei denn, Sie suchen ein Hobby. Ein heruntergekommenes Fahrzeug wieder in den alten Zustand zu versetzen, ist viel teurer als der Mehrpreis für ein gepflegtes und/oder durchrepariertes Exemplar, selbst wenn Sie viel selber machen können.

  • Setzen Sie nicht voraus, dass es Ihr Selbstbewußtsein hebt, wenn Sie ein solches Auto fahren - Sie sollten schon eine gute Portion davon mitbringen, um neben Ihrem Rolls-Royce noch sichtbar zu bleiben.

  • Befürchten Sie keinen Sozialneid - meist wird die Schönheit, die Eleganz oder auch die Skurrilität eines Rolls-Royce oder Bentley neidlos anerkannt. Dies gilt um so mehr, je älter ein Fahrzeug ist.